Provinz Alajuela
Alajuela ist nicht nur die Stadt, in der der Internationale Flughafen Juan Santamaria liegt, sondern eine ganze Provinz in Costa Rica. Sie zieht sich bis in den äußersten Norden des Landes an die Grenze zu Nicaragua.
Beginnt die Urlaubsreise in San José, fährt man zunächst in die höheren Berglagen. Von dort wirkt das Zentraltal wie ein riesiger Kessel. Neben dem berühmten Vulkan Poas auf 2709 Metern Höhe und seinem gigantischen Krater, können Sie hier auch die schönen, kleinen Städte Naranjo und Zarcero besuchen. Auf dem Weg zum Vulkan Poas sollten Sie die Möglichkeit ergreifen um an den kleinen Straßenständen „Queso Palmito“ zu probieren, einen äußerst leckeren Käse, der von den Einheimischen verkauft wird. Viele Menschen leben in dieser Region von der Landwirtschaft und Kuhhaltung.
Von dort geht es weiter in die Städte Sarchi, bekannt für seine Geschäfte in denen Kunsthandwerk angeboten wird, und Palmares. Die alljährlich stattfindenden "Fiestas" sind bei Touristen, aber ganz besonders auch bei den Costaricanern selbst sehr beliebt.
In den Höhenlagen Richtung Ciudad Quesada liegt ein Nationalpark, der noch als echter Geheimtipp gilt – der Nationalpark Juan Castro Blanco. Hier gibt es hervorragende Wanderwege, den Vulkan Platanar und eine kleine wundervolle Lagune. Sogar der bunt gefederte Göttervogel Quetzal lebt in dieser Gegend.
Ein besonderes Highlight der Provinz Alajuela ist definitiv der aktive Vulkan Arenal, an dessen Fuß die kleine, aber mittlerweile recht touristische Stadt La Fortuna liegt. Der Vulkan zieht durch seine täglichen kleinen Eruptionen, die heißen Thermalquellen und die zahlreichen Freizeitaktivitäten viele Urlauber an. Wer es etwas ruhiger sucht, der sollte außerhalb von La Fortuna wohnen und zum Beispiel eine Wanderung auf den Cerro Chato unternehmen. Das Klima in dieser Region wird überwiegend von der Karibik beeinflusst, deshalb regnet es recht häufig, ist aber trotzdem angenehm warm.
Naturfreunde sind besonders begeistert von den Regenwaldgebieten, die in diesem Teil Alajuelas zu finden sind. Mit der abwechslungsreichen Flora und Fauna werden Sie immer wieder neue, spannende Beobachtungen machen können.
Gen Norden nehmen die Weideflächen zu und die Provinz Alajuela wird eher ländlich. In diesem Teil Costa Ricas leben sogar noch einige Ureinwohner in kleineren Indianerreservaten, wie zum Beispiel dem der Maleku.
In den Norden hat sich auch der grüne Soldatenara zurückgezogen. Er lebt in den größeren Regenwaldgebieten an der Grenze zu Nicaragua, wo sein Nistbaum, der Almendro, noch wächst. Leider wurden viele dieser Bäume wegen ihres extrem harten Holzes gefällt und nur der Schutz der letzten verbliebenen Almendros kann den vom Aussterben bedrohten Soldatenara (nur noch ca. 50 Paare in Costa Rica) retten. Die Vögel benötigen den Baum für Ihre Bruthöhlen, da nur dieser den kräftigen Schnäbeln der Papageienkinder standhalten kann. Bedauerlicherweise ist eine schnelle Wiederaufforstung aussichtslos. Die Bäume wachsen in einem extrem langsamen Tempo.
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