Provinz Heredia
Vielen ist zunächst als Heredia nur die an die Ausläufer von San José grenzende Stadt Heredia ein Begriff, doch tatsächlich zieht sich die Provinz Heredia über den Vulkan Barva, den Nationalpark Braulio Carrillo über die ganze Region um Sarapiqui bis hin an die Grenze zu Nicaragua mit dem Flussbecken des Rio San Juans.
Fährt man aus dem Zentraltal durch die Provinz Heredia erreichen Sie nach der Stadt Heredia, die übrigens noch ein paar sehr schöne Kolonialgebäude hat, zunächst die Berge. Die Berghänge sind hier von Kaffeeplantagen geprägt die Sie durchfahren bevor man durch die einmaligen Regenwälder des Braulio Carrillo Nationalparks fährt. Eine einspurige Straße windet sich mitten durch den Nationalpark hinunter in die karibische Tiefebene. Rechts und links eröffnet sich der Blick auf steile mit Farnen und Bäumen bewachsene Berghänge und manchmal sieht man sogar Wasserfälle in die Tiefe stürzen. Diese Straße sollten Sie auf jeden Fall bei Tageslicht fahren, da es abends oft sehr neblig wird.
Besonders die Zone um Sarapiqui wird gerne von Reisenden besucht. Hier gibt es noch ursprüngliche tropische Regenwälder, zum Beispiel in der Biologischen Station La Selva, mit einer großen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Die Region bietet viele Möglichkeiten für Aktivitäten wie Rafting und Kayaktouren in den höheren Lagen des Sarapiqui Flusses, Floating und Bootstouren im unteren Bereich des Flusses, Reittouren und unzählige Gelegenheiten zur Vogel- und Tierbeobachtung.
Ein großer Teil des Gebiets ist leider mittlerweile durch die Landwirtschaft stark geprägt. Große Monokulturen von Bananen- und Ananasplantagen zeichnen ganze Landstriche. Besonders der Anbau von Ananas hat in den letzten Jahren stark zu genommen, da in Europa und Übersee die Nachfrage nach der in Costa Rica produzierten Sweet Ananas stark gewachsen ist. Immer mehr Regenwälder fallen den großen Plantagenbesitzern zum Opfer. Die Folge sind stark durch Pestizide verseuchte Flüsse und ausgelaugte Riesenfelder. Bitte achten Sie deshalb beim Kauf von Bananen und Ananas hier in Europa darauf möglichst Produkte aus biologischem Anbau oder Fairtrade zu kaufen – Costa Rica’s Bevölkerung und die Natur werden es Ihnen danken!
Der äußerste Norden der Provinz, ist ebenfalls von Landwirtschaft geprägt. Neben Teakholz, Yuca und Ananasplantagen gibt es einige Viehweiden. Ganz nahe der Grenze zu Nicaragua, einem recht wenig besuchten Gebiet, findet man noch unberührten Primärregenwald. In dieses Gebiet hat sich auch der selten gewordene grüne Soldaten Ara zurück gezogen. Hier gibt es noch einige der riesigen Almendro Bäume, die die Aras zum Brüten nutzen. Tierbeobachtung und ein einmaliges Dschungelfeeling sind in dieser Region garantiert.
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