Ameisenbaeren in Costa Rica - Costa Rica
Ameisenbaeren in Costa Rica

Ameisenbären in Costa Rica

Kurze Beine - langer Rüssel

Oso Hormiguero wird der Ameisenbär in Costa Rica genannt. Und es ist nicht leicht, ihn zu entdecken! Aber es gibt ihn und es gibt nicht wenige seiner Art, das sollte man wissen. In Costa Rica wird zwischen drei Ameisenbärenarten unterschieden, dem Nördlichen Tamandua, der teilweise auch als Kleiner Ameisenbär bezeichnet wird, dem Großen Ameisenbär, und dem Zwergameisenbär.

Lebensweise und Ernährung des Ameisenbärs

Nördliche Ameisenbären und Zwergameisenbären leben vorwiegend auf Bäumen, können sich aber auch am Boden fortbewegen, jedoch etwas unbeholfen, wohingegen der Große Ameisenbär seinen Lebensraum ausschließlich am Boden hat. Um nicht vom Baum zu fallen benutzen die Ameisenbären ihren langen Schwanz als zusätzliche Stütze. Dieser kann sich perfekt an Ästen festhalten. Der Schwanz der Ameisenbären ist fast genauso lang wie der Körper der kleinen Säuger. Dabei wiegen sie zwischen 250 Gramm (Zwergameisenbär) und 30 Kilogramm (Großer Ameisenbär). Ihre Fellfarbe variiert von beige bis hellbraun, außerdem hebt sich eine schwarze Zeichnung von der Schulter bis zu den Hinterbeinen deutlich ab, was an eine Weste erinnert (Tamandua). Alle Ameisenbär-Arten haben eine ausgeprägte, lange und dünne Schnauze. In ihrem Mund befinden sich keine Zähne, dafür sind sie mit einer langen Zunge ausgestattet, die mit einem klebrigen Sekret bedeckt ist, damit ihre Nahrung besser haften bleibt. 

Wie der Name schon verrät ernährt sich der Ameisenbär hauptsächlich von Ameisen und Termiten. Die Nester spürt er mit seinem besonders gut ausgebildeten Geruchssinn auf. Um an Nahrung zu kommen, scheuen sich Ameisenbären auch nicht davor kurze Strecken zu schwimmen. Ist ein Nest gefunden, graben die Tiere mit den scharfen und großen Vorderkrallen die Kolonie aus, um sie anschließend zu verspeisen. Doch die Ameisen wehren sich mit chemischen Giftstoffen, weshalb die Ameisenbären an einem Tag bis zu 80 Nester aufgraben. Dadurch, dass die Ameisenbären so viele Nester aufsuchen müssen, entstehen bei den betroffenen Kolonien nur relativ geringe Schäden.

Die Familiensituation der Tamanduas

Ameisenbären sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, ruhen jedoch in der Mittagszeit, wenn es im Dschungel zu heiß wird. Sie sind Einzelgänger und sehr territorial. Ihr Revier markieren sie mit einem Analdrüsensekret, das einen penetranten Geruch verströmt. Je nach Region können die Ameisenbären ein Revier von 25 und 375 Hektar haben. Während ihrer Ruhezeit verstecken sie sich in Erd- und Baumhöhlen, um nicht von Jaguaren oder Harpyien erbeutet zu werden. Fühlt sich ein Ameisenbär bedroht, stellt er sich auf seine Hinterbeine und versucht den Angreifer mit seinen scharfen Krallen zu vertreiben.Wenn weibliche Ameisenbären paarungsbereit sind, verströmen sie einen bestimmten Geruch, der dann die Männchen anlockt. Wie lange Tamanduas schwanger sind, ist nicht genau geklärt, es gibt Berichte über 130 bis 150 Tage, sowie 160 bis 190 Tage.

Je Wurf kommt nur ein einziges Junges zur Welt, welches die Mutter alleine aufzieht. Um das Kleine während der Futtersuche nicht ständig zurücklassen zu müssen, wird es manchmal auf dem Rücken getragen. Tamanduas werden in Gefangenschaft bis zu 9 Jahre alt, wie alt sie in freier Wildbahn leben ist allerdings noch unbekannt.Kleine Ameisenbären sind in Costa Rica nicht gefährdet. Selbst der Rückgang des Regenwaldes scheint sie nicht sonderlich zu beeinflussen, da sie auch in Sekundärwäldern und Kulturlandschaften zurechtkommen. Häufig werden sie jedoch von Autos überfahren. In Mexiko, Guatemala und einigen anderen Ländern sind sie jedoch unter strengen Schutz gestellt, da sie hier vom dem Aussterben bedroht sind.Wer den Ameisenbär gern auf seiner Costa Rica Reise antreffen möchte, der kann sich gern an travel-to-nature wenden. Wir wissen wo man ihn relativ sicher antreffen kann – dann braucht es nur noch ein bisschen Glück dazu. 

>> zurück zur Übersicht