Guerteltiere in Costa Rica - Costa Rica
Guerteltiere in Costa Rica

Gürteltiere in Costa Rica

Eine Mischung aus Ameisenbär, Antilope und Ratte?

Gürteltiere stellen eine interessante, und zugegeben auch eine sehr lustig aussehende Spezies im Reich der Tiere dar. Ähnlich wie eine Schildkröte besitzen sie einen Panzer, der wie von Gürteln umschnallt zu sein scheint, sie haben eine lange Schnauze, wie ein Ameisenbär, große, aufmerksame Ohren wie eine Antilope und einen langen Schwanz wie eine Ratte. Dennoch wirkt das Gürteltier irgendwie putzig und wer eines dieser Tiere einmal in freier Natur sehen möchte, der ist in Costa Rica genau richtig.

Verbreitungsgebiet des Gürteltieres

Das Gürteltier, eine über 50 Millionen Jahre alte Art der Nebengelenktiere urtümlicher Säugetierordnung, wird in Costa Rica auch „Armadillo“ genannt. Am weitesten verbreitet in Costa Rica und Mittelamerika ist das Neunbindengürteltier. Die Gürteltiere allgemein kommen sowohl in Mittel- als auch in Südamerika vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Süden der USA bis hin nach Argentinien. Es ist neben dem mittelamerikanischen Nacktschwanzgürteltier das einzige Nebengelenktier in Mittelamerika. Das Gürteltier hat einen ca. 50 cm großen schützenden Panzer. Dieser ist in 7-10 Gürtel unterteilt und bringt rund 3-5 Kilogramm auf die Waage. 

Lebensraum des Gürtelstieres

Gürteltiere kommen hauptsächlich in trockenen Lebensräumen wie Savannen, Steppen oder Halbwüsten vor. Dort leben sie in selbstgegrabenen Baus, die bis zu 7 Meter lang werden können. In diesen Baus befinden sich auch andere Gürteltiere oder sogar andere Tierarten wie Stinktiere oder Beutelratten. Gürteltiere verlassen am Tag kaum ihren schützenden Unterschlupf, erst in der Nacht kommen sie dann an die Oberfläche. Sie ernähren sich meistens von Insekten wie beispielsweise Ameisen oder Käfer. Zudem zählen zu Ihrer Beute auch kleinere Wirbeltiere, Vogeleier oder auch Aas. Da jedoch auch Früchte und Beeren zu Ihrer Nahrung dazugehören, kann man sagen, dass Gürteltiere Allesfresser sind.

Neben einigen größeren Raubkatzen, werden Gürteltiere auch vom Menschen gejagt, teilweise wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches, teils aber auch wegen ihrer oft zerstörerischen Machenschaften unter den Feldern von Bauern. Zusätzlich werden Gürteltiere aufgrund des Leprabakteriums, welches Gürteltiere in sich haben, leider auch für medizinische Versuchungszwecke hergenommen. 

Gürteltiere gibt es auch in ganz Costa Rica zu sehen, sowohl im Tiefland, als auch in den Bergen. Höher als 2.000 Meter wird es aber schwer werden, ein Gürteltier anzutreffen. Sie sind nachtaktiv und man kann sie recht gut im Ecocentro Danaus auf den Nachtwanderungen sehen. 

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