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Projekt Ecocentro Danaus

Beschreibung des ganzheitlichen Ansatzes des Projektes in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Das Ecocentro Danaus wird von Umweltschützern aus Costa Rica betrieben. Aus einer Kuhwiese wurde innerhalb von 8 Jahren ein dichter Dschungel mit vielen seltenen Tierarten. Schulklassen aus ganz Costa Rica wird hier die Wichtigkeit des Regenwaldes und des Artenreichtums vermittelt um Sie für Naturschutz zu sensibilisieren. Warum sollte man keine Schlangen erschlagen, wie unterscheide ich Gift- von Würgeschlangen? Warum sind Indianerkräuter wichtiger (oder ebenso wichtig) als oder wie Tabletten? Wieso sollte ich Faultiere schützen? Solche Themen werden hier mit den Kindern erläutert.

Aber auch Touristen aus der ganzen Welt bestaunen hier Schmetterlinge, Kaimane und Faultiere. Mit den Einnahmen aus dem Tourismus werden die anderen Aktivitäten gesponsert. An das Ecocentro angegliedert ist eine Baumschule, in der native Baumarten gezüchtet und an die Farmer und auch an die Hotels der Region verkauft werden. Das ist besonders wichtig, um vom Aussterben bedrohte Baumarten zu erhalten. Der Soldatenara beispielsweise lebt von Früchten einer ganz bestimmten einheimischen Baumart. Diese Baumart wurde jahrzehntelang nicht mehr gepflanzt und ist fast ausgestorben, weil ausländische Baumarten schneller wachsen. Inzwischen gibt es –nicht zuletzt wegen Danaus - wieder viele dieser Almendros und der Bestand der seltenen Vögel stabilisiert sich. Ob die Art letztendlich überlebt hängt vom Engagement einiger Naturschützer, u. a. dem Ecocentro Danaus, ab. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Schmetterlingsfarm und unsere Frosch- Aufzuchtstation. Viele der hier gezüchteten Arten werden wieder in Freiheit ausgesetzt. 

Das Projekt finanziert sich selber. Eine Regenwaldinitiative aus Deutschland (Kinderregenwald e.V.) unterstützt das Ecocentro Danaus mit Spenden.

Welche konkreten Verbesserungen sind für die Umwelt (d.h. Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt, Boden, Wasser oder Luft), die Kultur und die Menschen erreicht worden?

a) Umwelt: Im Ecocentro Danaus wurden mehr als 100.000 Bäume gezüchtet und an lokale Farmer und Hotels verteilt bzw. verkauft. Es handelt sich um ausschließlich einheimische Baumarten.  
 
b) Menschen: Mehr als 5.000 Kinder haben das Ecocentro besucht und wurden für Umweltfragen sensibilisiert. Viele Touristen lernen hier in zwei Stunden mehr über den Regenwald und seine Bedeutung für das Klima als auf einer zweiwöchigen Rundreise. Die Mitarbeiter sind ausschließlich Costaricaner, lediglich Praktikanten aus Europa und den U.S.A. arbeiten auf dem Gelände.  
 
c) Tierwelt. Auf dem ehemaligen Weidegelände leben heute 31 Amphibienarten, 156 Vogelarten wurden nachgewiesen, 43 Säugetierarten, 235 Insekten- und 34 Schmetterlingsarten. Unglaubliche 40 Reptilien-, 28 Spinnen und 564 Pflanzenarten wurden bestimmt. Eine beeindruckende Zahl, die mit der Artenvielfalt kleiner europäischer Länder mithalten kann. Viele der gezüchteten Schmetterlinge und Frösche werden wieder ausgesetzt.

Käfer im Nationalpark Vulkan Tenorio

Iguana

Baird's Tapir

Beschreibung der innovativen Bestandteile des Projekts

Das Ecocentro Danaus ist ein Pilotprojekt, das theoretisch weltweit installiert werden kann. Man braucht lediglich ein geeignetes Grundstück und einen Reiseveranstalter als Partner. Lokale Umweltschützer sind natürlich die wichtigste Voraussetzung.

Auf welche Weise wird durch das Projekt der umweltverträgliche Tourismus gefördert?Was bieten Sie an?

Alle Reisegruppen von travel-to-nature besuchen das Ecocentro Danaus. Der Eintrittspreis ist fester Bestandteil des Pakets und damit wird ein Großteil des Projektes finanziert. Unsere Familienreisegruppen haben das Projekt bepflanzt. Jede Familie hat „Ihren“ Baum auf dem Gelände. Aber nicht nur unsere Gruppen haben Zugang zu dem Projekt, auch andere Reiseveranstalter wie „Die Zeit-Reisen“ oder „Studiosus“ buchen inzwischen Ihre Tour im Ecocentro Danaus und viele lokale Agenturen kommen mit Ihren Individualtouristen. Inzwischen ist das Gelände leider zugewachsen und wir suchen ein weiteres Baumpflanzprojekt.

Zusätzlich planen wir gerade ein zweites Ökozentrum in Indien. 

Rückmeldung vom 22.09.09 von Uli Trejo-Ketterer

Von "Pura Vida" zurück nach "Dura Vida"! Was für eine Reise, was für ein Land! Seit Freitag bin ich nun zurück und noch immer sehe ich wenn ich die Augen schließe soviel Unglaubliches vor mir: Natur pur, Spaß pur, Impressionen pur, eine unfassbar geniale Gruppendynamik verstärkt durch unseren unglaublich motivierten "guía" Alvaro sowie dem unersetzbaren "chófer" Alberto. Es ist der reine Wahnsinn! Dieses Land, das solche Schätze birgt von Menschen nahe gebracht zu bekommen, die dieses Land unglaublich lieben, über ein unglaubliches Wissen Ihr Land betreffend verfügen, die dieses Land anderen Menschen und Kulturen mit Freude nahe bringen möchten. Das ganze verbunden mit der Unterbringung an Orten, von denen man sich gar nicht vorstellen kann, dass es sowas noch oder überhaupt gibt. Dazu kostenloses Wecken durch Brüllaffen und Vögeln. Nachtwanderungen mit dem unsagbaren Glück den Rotaugenlaubfrosch während der Paarung zu entdecken und zu beobachten, sogar mit geöffneten roten Augen. Am Fuße des 1.633 m hohen aktiven Volcán Arenal bei La Fortuna zu stehen, ihn aus der Tiefe brummeln zu hören, zu beobachten, wie der Vulkan die Steine "ausspuckt", seine Spitze/Krater ohne Nebelschwaden zu sehen, dieses Gefühl ist nur schwer in Worte zu fassen. Man fühlt sich ganz klein und wird sich bewusst, welche Gewalt und Kraft die Natur hat und dass wir wirklich alles tun sollten, sie zu schützen. Erklärungen über das Verhalten von Faultieren, Ameisen, Schlangen, Krodilen und vielem anderen Getier und das dadurch entstehende Gleichgewicht macht einem endlich wieder einmal bewusst, dass würde man Tiere ihr Leben leben lassen, eigentlich alles prima funktionieren könnte. Die Farbenpracht der unendlich vielen Vogelarten ist künstlich nicht zu kopieren und auch hier wird klar, die Natur ist einfach grandios und für uns Menschen unerreichbar...  
Aber auch das abendliche Leben war "pura vida": Merengue bis zum Abwinken dazu Centenario und Imperial. Einfach wunderbar! Dazu immer wieder geniale Ausflugsangebote,
wie z.Bsp. Canopy durch den Urwald, Rafting, Bootsfahren durch die Mangrovenwelt u.v.m.
Herrliche und sicherlich unvergessliche Emotionen!  
Diese unglaublich faszinierende Reise dauerte 15 Tage und war nicht eine Sekunde langweilig. Sie hätte noch weitere 15 Tage dauern können und auch die wären nicht langweilig geworden.  
Travel to Nature hat etwas geschaffen, was sicherlich so leicht nicht kopiert werden kann.
Bitte macht weiter so und seid weiterhin so motiviert in Eurer Idee, den Menschen ein
besseres Zusammenspiel mit der Natur auf nachhaltige Art nahe zu bringen.
Investiert weiter in Projekte, die z.Bsp. aus einem einst durch Menschenhand brachliegendes Land wieder einen Urwald zu "zaubern", wo sich Tiere und Pflanzen freiwillig ansiedeln. Ganz nach Eurem Motto "Quizas... algún día caminaremos juntos..." (= Vielleicht gehen wir -Mensch und Tier - eines Tages einen gemeinsamen Weg!) Weißt Eure Kunden weiterhin darauf hin, warum Ihr bewusst gewisse Ausflüge nicht anbietet, wie z.Bsp. das nächtliche Beobachten von Schildkröten beim Eierlegen mit heller Kleidung und hell leuchtenden Taschenlampen, das Probieren von Bananen, obwohl die Stauden mit hochgiftigen blauen Müllsäcken bedeckt werden, die Arbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen ihren Job verrichten... Auch das ist Costa Rica, aber wenn man mit den richtigen Menschen verreist bleibt schlussendlich nur eins zu sagen "PURA VIDA" - immer wieder gern! Danke liebes Travel-to-nature-Team für unvergessliche Tage!!!

Projekt: Ecocentro Danaus, Costa Rica

Bäume pflanzen in Costa Rica

Unser Guide Eduardo, der sich durch die Arbeit bei travel-to-nature sein erstes Haus leisten konnte.